Nadine, Marius, Tobias und Lukas



studieren an der RUB im Master Maschinenbau mit der Vertiefung Verfahrenstechnik.

Für das Frühjahrssemester 2016 zog es sie an die Virginia Tech University in Blacksburg, USA, wo sie ihrer fachlichen Vertiefung am Department of Chemical Engineering nachgehen werden.

Wir reisen von der RUB bis ans Ende der Welt
Globetrotter im Auftrag der Wissenschaft

Grüße aus Virginia

"Am letzten Wochenende haben wir das schöne Wetter genutzt und waren hiken. Hoch ging es zum McAfee Knob, von wo aus man einen super Panoramaausblick hat. Die Strecke (ca. 4,5 miles) an sich war nicht übermäßig fordernd, sodass man als "unerfahrener" Kletterer keine Schwierigkeiten hatte. Man sollte auf jeden Fall genug Zeit einplanen, mit Pausen hat der Aufstieg etwa 2 Stunden gedauert und der Abstieg in etwa 1-1,5 Stunden.

Am Samstag war dann noch ein Footballspiel hier an der Virgina Tech. Es ist die 1. Mannschaft gegen die 2. Mannschaft der VT in einer Art Freundschaftsspiel angetreten, deswegen war das Stadion nur zur Hälfte gefüllt. Die eigentliche Football-Saison ist erst im Fall-Semester. An sich schon eine sehr beeindruckende Kulisse, wenn man bedenkt, dass das Stadion nur für College-Football gedacht ist."


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Klausuren, Super Bowl und Highlights der Ostküste

Tobias berichtet über die vergangenen Wochen in Blacksburg:

„Wir haben die Schneestürme gut überstanden und es geht uns soweit ganz gut hier. In den letzten Wochen war es teilweise schon sehr stressig, denn man hat viele "Assignments" und in meinem Fall auch viele Präsentationen vorzubereiten. Hinzu kommt, dass es nicht wie in Deutschland nur ein "Final" am Ende des Semesters gibt, sondern über das gesamte Semester verteilt Klausuren geschrieben werden.

So war es zum Beispiel leider so, dass wir am Tag nach dem Super Bowl ein ca. 15 minütiges "Quiz" hatten. In diesem "Quiz", welches 30 % der Endnote ausmacht, wird das Grundverständnis der kurz zuvor behandelten Themenfelder abgefragt - an sich nichts Dramatisches, aber am Morgen nach dem Super Bowl vielleicht doch etwas unglücklich datiert. Der Super Bowl in den USA ist schon etwas Einzigartiges, so haben Lukas und ich mit unseren Mitbewohnern eine kleine Super Bowl-Party veranstaltet. Lustig war, dass während des Spiels keiner das Spiel verfolgt hat, nur während der "Commercials" war es mucksmäuschenstill.

Während des Spring Breaks hat mich meine Freundin besucht und wir haben die freie Zeit genutzt, um die East-Coast zu erkunden. New York, Washington, Charleston (SC) und insbesondere Nashville, die Stadt der Country-Musik, sind sehr sehenswerte Reiseziele und wirklich zu empfehlen. Das letzte Wochenende verbrachten Lukas, Marius, Anina (Finnland), Nicole(Neuseeland) und ich dann in Washington Dc, um die Haupstadt der USA näher zu erkunden, wie ihr auf den Fotos sehen könnt.“



Wintermärchen und US-amerikanischer Uni-Alltag


„Bei uns hat sich der Uni-Alltag allmählich eingestellt. Den Schneesturm haben wir soweit gut überstanden, in Blacksburg schneite es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ca. 40 cm, sodass die Uni Freitag geschlossen wurde. Anders als in den Nachrichten konnten wir aber eher ein „Wintermärchen“ erleben (wie auf den Bildern unten zu sehen), ganz Blacksburg ist im Schnee versunken und am Samstag gab es den traditionellen „Snowball Fight Cadets vs. Civilians“, sprich die Studierenden der US Army gegen den Rest der Studierenden (laut Facebook 2500 Teilnehmer). Für uns etwas ungewohnt: Es gibt hier sehr viele Studierende der Army, die entsprechend in Militäruniform der Navy, Airforce oder Army in der Uni auftreten müssen.

Die Kurse an sich unterscheiden sich in der Art des Unterrichts doch stark von der bekannten Weise in Deutschland. Online-Tests während des Unterrichtes, die als Teilnahmenote mit einfließen, wöchentliche Hausaufgaben oder auch Video-Quizz Aufgaben sind hier ganz normale Lehrmethoden. Das Ganze macht die Woche trotz „relativ“ geringer Anwesenheitszeit von 12h (Anwesenheit ist durch die Live-Tests quasi Pflicht) schon recht arbeitsintensiv. Das klingt jetzt vielleicht gestresst, aber insgesamt haben wir alle hier eine super Zeit!“



Unsere vier neuen Globetrotter sind Mitte Januar zu ihrem Auslandsabenteuer an der Virginia Tech University in Blacksburgh aufgebrochen. Gut in Virginia angekommen, startete das Semester für unsere deutschen Ingenieurstudierenden dann gleich mit einem Rundumprogramm an Begrüßungs- und Informationsveranstaltungen:

„Am Mittwoch war für alle internationalen Studierenden eine Veranstaltung zu Healthcare der Uni. Wir mussten Impfdokumente einreichen und wurden unter anderem über den Ablauf des Krankenhauses informiert. Donnerstag gab es dann ein allgemeines Welcoming mit Vorträge und Informationen über das International Center, Sportmöglichkeiten an der Uni sowie zu Ausflügen nach Downtown, Blacksburg. Freitag stand dann nochmal ein Check-In unserer Visas und Krankenversicherungsnachweise an. Außerdem haben wir uns mit unseren akademischen Betreuern hier getroffen. Sie halfen uns mit der Belegung unserer Kurse. Abends gab es dann ein Treffen mit Bowling und Pizza für alle internationalen Studenten, um sich besser kennenzulernen. Generell muss man sagen, dass hier alles sehr gut organisiert ist. Das International Center kümmert sich wirklich super um uns und jeder ist hier sehr offen und entgegenkommend.

Jetzt sind wir erst einmal sehr gespannt auf nächste Woche, wenn unsere Kurse starten!“