Kerem



studiert an der RUB im internationalen Master Computational Engineering

Für einen Forschungsaufenthalt zog es ihn an die Vietnamesisch-Deutschen-Universität in Ho-Chi-Minh-City, Vietnam

Wir reisen von der RUB bis ans Ende der Welt
Globetrotter im Auftrag der Wissenschaft

Meine Forschung an der VGU

Mein Forschungsaufenthalt war sehr gut strukturiert: Zunächst erhielt ich in einem Rundgang einen Überblick über die Universität und eine Einführung in die Arbeitsbereiche vor Ort. Gemeinsam mit meinem Ansprechpartner Dr. Duong und Dr. Franke besprachen wir das Vorgehen des Aufenthalts wie z.B. regelmäßige Treffen bezüglich gesetzter Meilensteine in meinem Forschungsvorhaben. In diesem Zusammenhang erklärte ich Dr. Duong mein Vorhaben und meine Grundidee im Detail. Er erwies sich als äußerst guter Betreuer, der mir schon beim ersten Treffen die mir noch auftretenden Schwierigkeiten meiner Forschungsfrage aufzeigte. Da es sich um einen rein theoretischen Forschungsbereich handelt, benötigte ich vor Ort keine spezifische Ausstattung. Lediglich Papier, Stift und einen guten Betreuer, mit dem ich jederzeit über auftretende Probleme reden konnte.
Letztendlich kann ich behaupten, dass ich mein Forschungsvorhaben nur mit Hilfe von Dr. Duong erreicht habe, der für die Thematik notwendige Erfahrung mitbrachte und mich durch Freiheiten aber auch Hilfestellungen zu meinem Ziel brachte. Am Ende gelang es uns, eine Arbeit über dem eigentlich gesetzten Ziel zu veröffentlichen.


Vom Kulturschock ...

Den ersten ’Asia-Schock’ erlebte ich sofort am Flughafen, nachdem ich mir das für Vietnam berühmte Sandwich ’ B´anh m´ı’ kaufte und mich nach dem ersten Bissen eine Kakerlake aus dem Sandwich heraus anlächelte. Doch das brachte mich nicht aus der Ruhe, so aufgeregt wie ich auf die Stadt und die Universität war.

…über die Eingewöhnung…
Schon am ersten Tag haben mich die Studenten wärmstens aufgenommen, sodass ich mich sofort willkommen gefühlt habe. Sie organisierten mir eine SIM-Karte, tauschten Handynummern aus und sie gaben mir direkt Insider-Tipps für Restaurants, Bars und Cafés. Die Studenten nahmen mich jeden Mittag mit zum Lunch und zeigten mir die traditionell vietnamesische Küche. Ich muss betonen, dass ich mich zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt habe. Ganz im Gegenteil, ich hatte sofort das Gefühl dazu zu gehören. Allgemein muss ich sagen, dass ich die Vietnamesen als sehr offene und aufgeklärte Menschen erlebt habe.


Zoomen mit Doppelklick

... bis zur zweiten Heimat: Mein Leben in Vietnam

Richtiges Sightseeing habe ich in Ho-Chi-Minh-City nicht gemacht. Die meisten Sehenswürdigkeiten habe ich durch meinen Alltag zufällig gesehen. Zwar habe ich das ein oder andere Museum wie z.B. das War Remnants Museum, besucht, jedoch nicht gezielt nach Sehenswürdigkeiten Ausschau gehalten. Mein Ziel war es, soweit es möglich war, ein alltägliches Leben aufzubauen und mich in die Gesellschaft zu integrieren. Nach einer gewissen Zeit entwickelt sich natürlich ein Alltag, selbst in Vietnam. Man findet schnell Supermärkte und Einkaufspassagen, die alles bieten was das Herz begehrt. Ebenso war ich regelmäßig im Fitnessstudio und im Schwimmbad. Das witzige war meist nur, dass man als Ausländer im Mittelpunkt jedes Geschehens stand.

Ich habe in Vietnam viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. An einigen Wochenenden sind wir in einer größeren Gruppe, darunter Freunde aus dem Hostel, Studenten aus der Universität und einige Leute, die ich in der Stadt kennengelernt habe, mit dem Bus in andere Städte gefahren. Besonders gut hat mir dabei Hanoi, die Hauptstadt Vietnams, durch ihre kulturreiche Innenstadt gefallen. Aber auch Mui Ne, eine Stadt im Osten Vietnams, entpuppte sich als ein Erholungsparadies durch seinen traumhaften Strand. Ich habe einzigartige und unvergessliche Momente in Vietnam erlebt, die ich kaum in Worte fassen kann. Abschließend kann ich nur sagen, dass ich eine wundervolle Zeit verbracht habe und ich den Forschungsaufenthalt in Vietnam jedem weiterempfehlen kann.


Mit LabExchange nach Vietnam

Ich habe mich in meinem Masterstudium für einen Forschungsaufenthalt an der Vietnamesisch-Deutschen-Universität (VGU) entschieden - einer Partneruniversität der RUB. Gefördert wurde der Aufenthalt durch das BMBF-Projekt inSTUDIESplus mit dem Programm LabExchange. Mit einem Antrag und einem Motivationsschreiben zum Forschungsthema „Fehlerabschätzungen für Isogeometrische Kollokationsmethoden“ bewarb ich mich auf die Fördermittel von LabExchange und erhielt so finanzielle Unterstützung, welche einen Zuschuss für Flug- und Unterkunftskosten beinhalteten. Ohne die Unterstützung der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, hier insbesondere Herrn Sahlmen, der mir eine Kontaktperson vor Ort vermittelte, wären die Vorbereitungen und Planungen sicher nicht so einfach für mich gewesen. Am Ende habe ich lediglich das Visum beantragt, was innerhalb eines Tages möglich war und den Flug gebucht, und dann ging es auch schon los im Direktflug von Frankfurt a.M. nach Saigon.
Ich möchte ich mich vielmals bei inSTUDIESplus für die Unterstützung meines Forschungsvorhabens bedanken. Darüber hinaus gilt mein Dank Dr. Sahlmen, der den ganzen Aufenthalt für mich organisiert hat und bei Fragen oder Problemen jederzeit erreichbar für mich war. Ein weiterer großer Dank gilt Dr. Franke wie auch Dr. Duong, die meine Forschung tatkräftig unterstützt haben.