Janine



studiert Umwelttechnik und Ressourcenmanagement im fünften Bachelorsemester und war bisher noch nie für längere Zeit im Ausland.

Daher freut sie sich sehr, dass sie über die Kooperation des Lehrstuhls für Feststoffverfahrenstechnik nun ein Semester in Philadelphia verbringen kann.

Wir reisen von der RUB bis ans Ende der Welt
Globetrotter im Auftrag der Wissenschaft

Janine ist zurück in Deutschland


"Nun bin ich seit vier Wochen wieder in Deutschland und der Alltag hatte mich schon ganz schnell wieder. Wer Angst hat, er verpasst durch einen Auslandsaufenthalt zu Hause zu viel oder die Freunde suchen sich Ersatz, den kann ich beruhigen! Es war toll, nach knapp vier Monaten wieder nach Hause zu kommen mit ganz vielen neuen Erfahrungen und viel zum Erzählen. Und das ist mein Fazit von meinem Auslandsaufenthalt in den USA:

Ich bin sehr froh, dass ich diese vier Monate in Amerika hatte! Ich bin selbstständiger geworden und unabhängiger, was fremde Situationen angeht. Ich war am Ende auch oft alleine unterwegs, auch in großen Städten wie New York, und konnte genau das unternehmen, was ich wollte. Ich habe tolle Menschen beim Couchsurfen in Buffalo und Miami kennengelernt. Ich habe mich im Vorfeld um alles kümmern müssen, vor Ort ein Zimmer gesucht und vieles mehr und ich muss sagen, alles lief relativ reibungslos. Ich würde auf jeden Fall sagen, mein Englisch hat sich verbessert. Ich habe alle meine vier Kurse an der Uni bestanden. Und ich bin gerne zu meinen Kursen gegangen und hatte tolle Professoren. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und gesehen, was es bedeutet, in den USA zu leben. Philadelphia ist eine großartige Stadt. Man kann dort unglaublich viel erleben, von historischem über Kunst bis hin zu vielen vielen Stadt- und Straßenfesten. Und die Ostküste der USA ist so vielfältig und bietet so viel!

Was ich aber jedem, der auch einen Aufenthalt an der Drexel University plant, mit auf den Weg geben würde: meiner Meinung nach ist es sinnvoller, im Master-Studium als im Bachelor zu gehen, da man mehr Möglichkeiten hat, sich Kurse anzurechnen (ich konnte mir keinen anrechnen lassen und muss die "verlorene" Zeit nun nachholen). Ein Quarter (an der Drexel gibt es Quarter anstelle von Semestern) dauert nur 10 Wochen. Dadurch muss man in der Uni recht viel lernen und ist nur sehr kurz da. Die Zeit geht am Ende immer schneller um als man das dann will. Und wer in die USA gehen möchte, sollte schon frühzeitig anfangen zu planen. Das Leben ist recht teuer.

Empfehlen kann ich einen Aufenthalt an der Drexel University aber auf jeden Fall!"


Atlantic City

"Neulich haben wir noch einen Ausflug nach Atlantic City an den Strand gemacht. Ich habe die Stadt allerdings als sehr seltsam empfunden, die Straßen waren ungewöhnlich menschenleer und wenig attraktionsreich. Die berühmten Piers dort, einer davon gestaltet wie ein kleiner Freizeitpark, waren alle geschlossen. Auf dem Bild sieht man uns vor dem Taj Mahal, dem größten Casino-Hotel-Komplex dort. Vielleicht erahnt man an dem Bild ein wenig, was ich mit seltsam meine ;)"



Erinnerungen an "Forrest Gump"...


"Washington DC hat mich auch total begeistert. Dort findet man keine Wolkenkratzer wie in New York, dafür aber viele alte Häuser, wichtige Gebäude (Capitol, Weißes Haus..), Museen, Memorials und Monumente und viele davon kann man kostenlos besichtigen.

Im Hintergrund auf dem Bild sieht man das Washington Monument, das den höchsten Aussichtspunkt in der Stadt bildet. Leider muss man Tickets weit im Voraus buchen. Außerdem sieht man auf dem Bild den Pool, an dem sicherlich schon viele bekannte Filme gedreht wurden. Forrest Gump ist mir dabei sehr in Erinnerung geblieben. Ich denke, ich werde auch DC noch einmal besuchen, vielleicht schaffe ich es ja dann auf das Monument!"



Ein Abstecher nach New York City

"Von Philadelphia aus braucht es gerade mal 2 Stunden nach New York und knapp dreieinhalb nach Washington. Mit dem "megabus", so heißt eine der Fernbus-Agenturen hier, kann man Tickets auch schon für wenige Dollar bekommen, wenn man früh genug und nicht zur Stoßzeit bucht. Für New York hin und zurück haben wir 12 $ gezahlt. Da lohnen sich dann auch die Ein-Tages-Trips, von denen wir in der letzten Zeit viele unternommen haben.

Das Bild oben zeigt den Blick von der Staten Island Ferry (eine KOSTENLOSE Fähre) auf Manhattan, mit der Fähre fährt man dann auch an der Freiheitsstatue vorbei. New York hat mich wirklich geflasht, obwohl ich zuerst ein wenig ängstlich war, in der riesigen Stadt verloren zu gehen. Auch, wenn ich lieber Urlaub in der Natur mache, als Städtetrips, kann ich New York wirklich nur jedem empfehlen! Da werde ich auf jeden Fall nochmal hinfahren in den nächsten Wochen."





Frühling in der Stadt


"Es wird endlich Frühling in der Stadt! Jetzt, wo viele Bäume anfangen zu blühen und es richtig warm wird, gefällt es mir noch viel besser hier. Die Kirschbäume sind momentan ein Traum. Heute habe ich eine Fahrradtour am Schuylkill River entlang gemacht und habe dabei ein paar tolle Second Hand Läden entdeckt. Seit drei Wochen läuft jetzt auch die Uni. Hier zu studieren ist wirklich ganz anders, als in Deutschland. In meinen Vorlesungen sitze ich mit ca. 30 Studenten und man redet viel mit dem Dozenten. Die Professorin, die meinen "Introduction to Environmental Engineering"-Kurs leitet, hat mich schon eingeladen, mit ihr über die Unterschiede zwischen Deutschland und den USA zu reden. Außerdem müssen nach jeder Vorlesung Hausaufgaben gemacht werden, was viel Arbeit ist und viel Zeit kostet, aber dadurch vertieft man den Stoff auch mehr. Ich bin mit der Wahl meiner Kurse sehr zufrieden, ich lerne viel Interessantes über Klimaerwärmung, Nachhaltigkeit und den Umgang mit gefährlichem Müll. Ich habe das Gefühl, hier schon sehr viel gelernt zu haben.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Ihr wollt euch ein Baseball-Spiel ansehen? Lasst es oder nehmt euch ganz viel Essen und Trinken mit, das Spiel ist wirklich langweilig, man sieht nicht viel und ein Bier kostet 10$. Aber immerhin das Stadion war beeindruckend."



Erste Eindrücke von Philadelphia


Janine ist gut in Philly angekommen und hat die Stadt bereits zu Fuß erkundet:

"Anfangs bin ich viel einfach durch die Straßen gelaufen: Durch den alten Teil der Stadt, Chinatown, das Uni-Viertel und zwischen all den Wolkenkratzern hindurch. Die Stadt ist sehr vielfältig! Jetzt freue ich mich schon darauf, nächste Woche in der Uni viele Kontakte zu knüpfen und hoffentlich auch viele Einheimische kennenzulernen!

Auf dem Bild links seht ihr mich übrigens mit Mario, dem Drachen und Maskottchen der Drexel University."


Frühstück wie im Film

"Direkt am ersten Morgen habe ich in einem typisch amerikanischen Diner gefrühstückt, Pancakes und Kaffee mit gratis Refill. Es war wie im Film, aber Realität hier!"

In Al Capones Gefängniszelle

"Mit den anderen deutschen Austauschstudenten von der RUB habe ich das Eastern State Penitentiary besichtigt, das erste Hochsicherheitsgefängnis der Welt. Das Gefängnis ist seit 1971 still gelegt und seitdem extrem herunter gekommen. Auf dem Foto sieht man Al Capones Zelle, sie wurde wieder so eingerichtet wie sie original war. Das Gefängnis war sehr beeindruckend."